Rückblick auf den Anlass Fremdsprachenlernen – Herausforderung oder Überforderung?

Beitrag von: am Sep 25, 2014 | Keine Kommentare

Rückblick auf den Anlass Fremdsprachenlernen – Herausforderung oder Überforderung?

In den Schaffhauser Schulen lernen die Kinder ab der dritten Klasse Englisch und ab fünften Klasse Französisch. Entweder Französisch oder Englisch – Schaffhauser Primarschüler sollen nur noch eine Fremdsprache lernen. Mit zwei Fremdsprachen seien sie überfordert. Dies hat das Kantonsparlament im Februar 2014 mit 29 zu 15 Stimmen gut fünf Jahre nach der Einführung des Englischunterrichts als zweiter Fremdsprache an der Primarschule befunden. Der Kanton soll sich bei der Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) dafür einsetzen, dass in der Primarschule nur noch eine Fremdsprache obligatorisch ist. Das Erlernen weiterer Fremdsprachen soll freiwillig sein.

Der Verein phsh führte am 17. September 2014 an der PH Schaffhausen einen öffentlichen Anlass mit Information, Analyse und Diskussion zu diesem für die Schweiz wesentlichen Bildungsthema durch. Etwa 70 bildungspolitisch interessierte Personen aus der ganzen Schweiz, darunter zahlreiche Fachleute, besuchten die Veranstaltung.

Silvia Gfeller, Bereichsleiterin an der Pädagogischen Hochschule Bern, brachte in ihrem Referat die Sicht der Bildungswissenschaftlerin ein. Regierungsrat Christian Amsler, Schaffhauser Erziehungsdirketor, vertrat in seinem Vortrag bildungspolitische Anliegen mit Blick auf die Schweiz und aus Sicht eines Kantons, der nicht an der Sprachgrenze liegt. Cordula Schneckenburger, Oberstufenlehrerin und Präsidentin von Lehrer/innen Schaffhausen, Heinz Rether, Vater, Primarlehrer und Kantonsrat und Andrea Brandenberger, Mutter und Schulbehördemitglied, wirkten in der Diskussion mit, dies auf der Grundlage ihres Erfahrungshintergrundes als Fachpersonen, Behördemitglieder und Eltern. Der Anlass wurde Herbert Bühl moderiert.

 

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